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Kreisel und Oldesloer Loch - Die Kritik der FBO wird bestätigt.

Ein Auszug aus einem Artikel im Stormaner Tageblatt vom 24.7.2026

 

 

Treffen am Sülzberg-Kreisel

Bad Oldesloe: FBO sieht sich in der Kritik am Kreisverkehr bestätigt und legt nach

Fotos und Text zitiert von Nico von Hausen | 24.07.2026

 

 

 

Die FBO-Politiker Dirk Sommer (links) und Matthias Rohde fühlen sich in ihrer Kritik am Oldesloer Sülzberg-Kreisel bestätigt.Foto: Nico von Hausen

 

Jahrelang hat die Wählergemeinschaft FBO gegen den Kreisverkehr in Bad Oldesloe gekämpft. Im Endeffekt konnte sie keine Mehrheiten finden. Jetzt fühlen sich die Lokalpolitiker in ihren Befürchtungen bestätigt. Ein Treffen am Sülzberg-Kreisel.

 

Kurzfassung des Artikels:

  • Die Wählergemeinschaft FBO sieht sich in Bad Oldesloe in ihrer Kritik am neuen Kreisverkehr am Sülzberg bestätigt.

  • Die FBO sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Kreiselbau und der beschädigten Leitung am Pölitzer Weg.

  • Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke sollen sich die Schuld für das sogenannte „Oldesloer Loch“ zuschieben.

  • Die Stadtwerke haben eine Sperrung bis Oktober angekündigt.

Das Wasser, das den Pölitzer Weg unterspülte, ist Wasser auf die Mühlen der Kritik der FBO am neuen Kreisverkehr am Sülzberg. Denn kaum war dieser kurzzeitig nach vielen Verzögerungen eröffnet worden, ist er aufgrund des abgesackten Teilstücks des Pölitzer Wegs wieder nur halb nutzbar.

 

Die Wählergemeinschaft Für Bad Oldesloe (FBO) hatte sich bereits vor dessen Bau als einzige Fraktion gegen das Projekt ausgesprochen. Jetzt sehen sich die Lokalpolitiker in einigen Kritikpunkten bestätigt.

Bei einem Ortstermin mit dem FBO-Vorsitzenden Dirk Sommer und dem Fraktionsvorsitzenden Matthias Rohde verfolgten beide kopfschüttelnd die Arbeiten an der Baustelle im Pölitzer Weg, die für eine Vollsperrung und dadurch erneuten täglichen Stau in der Ratzeburger Straße führen, die zum Nadelöhr geworden ist. Für die FBO-Politiker besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Bau des Kreisverkehrs und der nur rund 100 Meter entfernten Schadstelle.

 

 

FBO sieht Schuld bei Stadt und Stadtwerken

„Beim Kreiselbau wurden folgenschwere Fehler gemacht, und jetzt wird weiter auf die Vergesslichkeit der Wähler gesetzt“, kritisiert Rohde. Er hoffe, dass der Tunnel möglichst schnell wieder freigegeben werde.

Aus seiner Sicht hätten die Innenstadt und die Bürger inzwischen fast zwei Jahre unnötig unter dem „Millionenkreisel“ gelitten. Die Stormarner Kreisstadt versinke erneut im Dauerstau – auf der Ratzeburger Straße, dem Berliner Ring und in zahlreichen Nebenstraßen.

„Verzweifelt versuchen Stadtverwaltung und Stadtwerke, sich nun gegenseitig die Schuld für den Kreisel-Folgeschaden, das ‚Oldesloer Loch‘, zuzuschieben“, so Rohde weiter.

 

Warum wurden die Leitungen nicht schon saniert?

Auch Sommer ist überzeugt, dass die rund 100 Meter vom Kreisverkehr entfernten Leitungen bereits vor Beginn der Bauarbeiten hätten überprüft werden müssen. Nach Rückfragen der FBO habe die Verwaltung stets erklärt, die lange Bauzeit am Kreisel sei unter anderem dadurch entstanden, dass sämtliche unterirdischen Leitungen der Stadtwerke im Tunnelbereich gleich mit erneuert würden.

 

 

 

Jetzt werde allerdings das Gegenteil erklärt. Die gebrochene Leitung sei demnach gar nicht ausgetauscht worden, sondern beim Austausch benachbarter Leitungen beschädigt worden. „Die Aussagen der Stadtverwaltung widersprechen sich – frei nach dem Motto: ‚Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?‘“, sagt Sommer.

 

Eingesparte Busminuten als Milchmädchenrechnung

Aus den Kreisen der Grünen-Fraktion habe man von rund 100.000 eingesparten Busminuten durch den neuen Kreisverkehr gesprochen, erinnert sich Sommer. Das war eines der Hauptargumente für den Kreisel. „Durch die inzwischen fast zweijährigen Staus wurden aber Unmengen an Schadstoffen in die Oldesloer Luft geblasen“, gibt der FBO-Vorsitzende zu bedenken. Das führe die Argumentation also ad absurdum.

Schäden und Stolperfallen an der Unterführung Pölitzer Weg in Bad Oldesloe. Warum wurde diese nicht beim Kreisverkehr-Bau gleich mitsaniert? 

 

Während des Ortstermins machte Matthias Rohde zudem auf Stolperstellen im Tunnel aufmerksam. In einigen Vertiefungen verschwinde beinahe eine ganze Hand, außerdem trete an mehreren Stellen Wasser aus den Wänden aus. „Hätte man das nicht alles gleich mitmachen können?“, fragt der FBO-Politiker. Gemeinsam mit Sommer wundert er sich außerdem darüber, dass die angekündigte neue Asphaltdecke, die in den Sommerferien hätte aufgebracht werden sollen, noch immer fehlt.

 

FBO fordert zusätzliche Ausweichstrecke für die Zukunft

Für die FBO steht fest, dass sich derartige Verkehrsprobleme künftig nicht wiederholen dürfen. „Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Stadt einen zusätzlichen verkehrlichen Bypass unter der Bahn hindurch bekommt und ein tragfähiges Notfallkonzept für künftige Baumaßnahmen erarbeitet wird“, erläutert Rohde. Oldesloes Herz dürfe laut Rohde nicht jedes Mal stillstehen, wenn eine der derzeit nur zwei Hauptverkehrsachsen unter der Bahn ausfalle.

Die Stadtwerke haben derweil auf Nachfrage der Redaktion unlängst erklärt, dass die Sperrung bis Oktober andauern werde. Der Grund sei die Komplexität der Arbeiten an der Baustelle, die auf die Bodenbeschaffenheit zurückgehe.

 

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Veröffentlichung

So, 26. Juli 2026

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