Gegen das Verkehrschaos
Auszug aus einem Bericht der LN zu einem Antrag der FBO im UEVA
Antrag an den UEVA von Günter Uhlig und Michael Vorgelgesang.
Bad Oldesloe.
Wer durch Bad Oldesloe fährt, kommt inzwischen wieder schneller ans Ziel: Die Baustellen werden weniger, der Verkehr fließt besser. Besonders die Freigabe des Kreisels am Pölitzer Weg hat für Entlastung gesorgt.
Doch auch wenn der Frust nachlässt, bleibt nach rund zwei Jahren Sperrung die Frage: Wie lassen sich solche Belastungen künftig verhindern?
Damit hat sich die FBO (Für Bad Oldesloe) beschäftigt. Ihre Kommunalpolitiker hatten die Bauarbeiten immer häufiger kritisiert. Nun wollte die FBO Vorsorge treffen, damit der Verkehr künftig nicht wieder in diesem Ausmaß beeinträchtigt wird. Über einen entsprechenden Antrag ließ sie im jüngsten Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss abstimmen.
Gefordert wird eine bessere Planung und transparentere Informationen bei Straßenbauprojekten. Dazu gehört, dass die Verwaltung vor Baubeginn die zu erwartenden Verkehrsfolgen abschätzt. Zudem soll sie ein Konzept erarbeiten, mit dem negative Auswirkungen während der Bauzeit möglichst vermieden werden, und dieses den zuständigen Gremien vorlegen. Hinzu kommt die Forderung nach regelmäßigen Updates im Verkehrsausschuss. „So sollen die Auswirkungen auf den Verkehr und die Bevölkerung gemindert werden“, fasst Michael Vogelgesang (FBO) zusammen.
Obwohl die Folgen - etwa das Oldesloer Loch - parteiübergreifend für Unmut sorgten, fand der Vorstoß keine Mewhrheit.
Weder die Grünen noch SPD und CDU unterstützten den Antrag. Offenbar sahen die übrigen Stadtpolitiker kein Potenzial für die Praxis.
„Es gibt viele Baustellen, auf die Bad Oldesloe als Stadt überhaupt keinen Einfluss hat“, sagt Wilfried Janson (Grüne). Neben eigenen Baustellen im Stadtgebiet könnten immer noch Baustellen durch etwa die Autobahn GmbH des Bundes oder den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr hinzukommen. Eigene Vorüberlegungen könnten auf diese Weise schnell hinfällig werden. „Bad Oldesloe kann das Verkehrsmanagement nicht alleine tragen“, ergänzt Daniel Pollmann (SPD).
Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos) sagt dazu: „Es wird stets eine Folgeneinschätzung vorgenommen. Gewählt wird die Variante mit den geringsten Auswirkungen.“ Dass es trotzdem zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommt, ist dadurch nicht ausgeschlossen. Doch laut Lembke gebe es manchmal kaum bis keine Alternativrouten. „Wir können höchstens versuchen, unseren Informationsfluss zu verbessern“, bietet Lembke als Lösungsvorschlag an.
Aus den Lübecker Nachrichten vom Nov. 2026
Kommunalpolitik ist leider nicht einfach. Selbst einfache Vorschläge benötigen die Zustimmung der anderen. Wenn die Mehrheit nicht will, dann bleibt das Chaos bestehen.
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